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Das ECHOCAST Projekt

Das ECHOCAST Projekt

Durch Besucherorientierung berücksichtigt ECHOCAST den zunehmenden Wettbewerb im kulturellen Freizeitsektor und fördert die Innovations- und Anpassungsfähigkeit der Kulturerbe-Organisationen und anderer kultureller Einrichtungen wie Museen, Freilichtmuseen, Naturparks, Gärten, Galerien etc. Zertifizierte Trainer_innen arbeiten mit Mitarbeiter_innen in den Besucherdiensten an deren individuellen Fähigkeiten für den Berufsalltag und für spezielle Situationen, um die Standards zu gewährleisten.

ECHOCAST entstand aus einem EU-Projekt

Beantragt wurde das Projekt von einer Gruppe, bestehend aus europäischen Kulturerbe-Organisationen, Museen und Universitäten. Die Partner stimmten darin überein, dass darüber hinaus noch viele andere Organisationen in ähnlichen Bereichen, die Bedarf an Mitarbeiter_innen-Training haben, die Projektergebnisse nutzen könnten. Das Projekt wurde von der EU im Rahmen ihres „Leonardo“-Programms für drei Jahre gefördert, Projektzeitraum war 2003 – 2006, zwei Folgeprojekte fanden zwischen 2006 und 2008 statt.

Projektziele

Die Ziele von ECHOCAST sind die Entwicklung von Trainings-Programmen, -Modulen und entsprechenden Materialien für Mitarbeiter_innen von europäischen Kulturerbe-Organisationen in direktem Besucherkontakt (Aufsichten, Garderoben- und Kassenpersonal usw.). Die Trainings-Programme sollen insbesondere die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter_innen sowie die Besucherorientierung der Einrichtungen fördern, die Qualität ihrer Durchführung soll kontinuierlich kontrolliert werden.

Ergebnisse

Im Rahmen des Projekts sind folgende Ergebnisse entstanden:

  • Tätigkeits-Profile/Beschreibungen für verschiedene Funktionen im Besucher_innen-Service
  • ein Ausbildungsplan für diese Funktionen
  • Trainingsmaterial
  • ein Handbuch als Dokumentation der Ergebnisse

Wirkung des Projekts

Seit 2008 liegt ein fertiges europaweit eingesetztes Trainingsprogramm für Mitarbeiter_innen im direkten Besucherkontakt vor. Verschiedene Trainingsmodule werden auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Polnisch eingesetzt. An den Modulen wird auch nach Projektende laufend weiter gearbeitet. Nach Projektende wurde das Zertifizierungssystem entwickelt. Zertifizierungen bzw. Rezertifizierungen und die Berichte der teilnehmenden Institutionen über den Umsetzungsgrad sind die tragenden Säulen der Qualitätssicherung.

Verbreitung

Es wurden bereits mehr als 20 Trainer_innen ausgebildet und zertifiziert. Derzeit sind ca. 500 Mitarbeiter_innen in den Besucherdiensten zertifiziert. Für 2018 wird ein starkes Anwachsen der Zahl der zertifizierten Mitarbeiter_innen prognostiziert.

Nach Ende der Projektphase haben Partner aus dem deutschsprachigen Raum die Verantwortung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung übernommen. Bis 2017 war das in erster Linie die Betreibergesellschaft von Schloss Schönbrunn in Wien. Das Unternehmen Komunariko in Salzburg war ebenfalls wesentlich beteiligt.

Seit 01.01.2018 tragen vier Kooperationspartner das ECHOCAST Netzwerk. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsGmbH Wien, die Österreichische Galerie Belvedere Wien und der KHM-Museumsverband, Wien und Innsbruck. Der KHM-Museumsverband betreibt für die Kooperationspartner das ECHOCAST Organisationsbüro, das sich um die Verbreitung der Inhalte, die Gewinnung neuer Mitglieder, die laufende Verbesserung der Module und die Qualitätssicherung in der praktischen Umsetzung kümmert. Das Organisationsbüro führt auch die Zertifizierungen durch.

Weitere Museen, Kulturerbe-Betriebe oder Personaldienstleister, die in dieser Branche tätig sind, sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen!

Finanzierung

Die Finanzierung der Aktivitäten erfolgt durch Mitgliedsgebühren, Gebühren für Zertifizierungen und Rezertifizierungen sowie ergänzende Mittel der Kooperationspartner.